Freitag, 5. Dezember 2014

"Miss Blackpool" von Nick Hornby | Rezension

"Manchmal blieb sie stehen und sah die Fenster der Arbeitsvermittlungen, aber niemand suchte eine Fernsehkomikerin.“ – S.23

Hardcover, 432 Seiten
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,00
ISBN: 978-3-462-04690-8

Die hübsche Barbara wird in einer Heimatstadt zur Miss Blackpool gewählt. Ihr wird jedoch klar, dass sie dann ein weiteres Jahr in Blackpool verbringen müsste. Sie gibt die Krone an die Zweitplatzierte ab und verschwindet nach London, um ihren Traum Schauspielerin zu werden, zu erfüllen. Denn Barbara will nichts mehr, als der Star ihrer eigenen Sitcom zu werden!  Am Anfang hat sie es nicht leicht und lebt zunächst weit entfernt vom Glamourleben eines Serienstars. Doch als sie bei einem Vorsprechen auf Bill, Tony und Dennis trifft, ändert sich ihr Leben schlagartig. Der Produzent und die Drehbuchschreiber sind so begeistert von Barbara, die eigentlich nicht ins Serienkonzept passt, sodass sie prompt ihre eigentlich geplante Sitcomüber den Haufen werfen und eine neue schreiben. Barbara und ihr Schauspielkollege Clive werden zu richtigen Stars und das Team wird zu Barbaras Familie. Doch kleine und große Dramen erschweren ihnen so manches Mal den Weg. Und was passiert, wenn die Schönheit und der Ruhm verblassen? 




Meine Gedanken zum Buch... 

Nick Hornby nimmt uns mit auf eine tolle Reise in die 60er Jahre Londons. Mit Barbara erleben wir ihren Karriereaufstieg und dürfen am Erfolg von ihrer Sitcom haben.
Der Roman ist allerdings nicht nur aus Sicht von Barbara geschrieben, sondern nimmt auch die Perspektiven von Tony, Bill, Dennis und Clive ein. Schon oft sind mir solche Perspektivwechsel negativ aufgefallen, aber nicht bei „Miss Blackpool“. Gerade diese verschiedenen Sichtweisen machen das Buch und den Inhalt so interessant und vielseitig. Sie haben alle mit verschiedenen Problemen, sei es beruflich oder privat, zu kämpfen.
Besonders positiv ist mir auch die Entwicklung der Charaktere aufgefallen. Wir können die Protagonisten auf eine lange Zeitspanne hin beobachten und das ermöglicht uns Lesern eine noch bessere Sichtweise auf die ganze Situation, in der sie stecken.
Ich konnte und wollte diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen, was dazu führte, dass ich diesen 430 Seiten Roman in zwei Tagen ausgelesen habe. Das soll schon was heißen!
Mich konnte der besondere Flair, der 60er Jahre in London, komplett in seinen Bann ziehen!

Mitreißend, temporeich und energiegeladen – „Miss Blackpool“ konnte mich mit einer tollen Geschichte, interessanten Protagonisten und einem mitreißenden Schreibstil komplett überzeugen! Absolute Leseempfehlung! 





„Miss Blackpool“ ist mein erster Roman von Nick Hornby – aber jetzt werde ich dafür sorgen, dass es nicht der Letzte ist! Welche Bücher von Nick Hornby könnt ihr mir empfehlen? Ich bin gespannt auf eure Vorschläge!

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