Donnerstag, 26. März 2015

"Verliebt in sieben Stunden" von Giampaolo Morelli | Rezension



Taschenbuch, 192 Seiten
ISBN 978-3-552-06281-8 
€ 14,99 [D] 
Verlag: Deuticke

Seine Traumfrau in nur sieben Stunden für sich gewinnen? Ganz einfach? Das verspricht uns jedenfalls der Roman des italienischen Schauspielers und Drehbuchautors Giampaolo Morelli.
Der Journalist Paolo hat es in letzter Zeit nicht leicht. Er wird von seiner Verlobten eiskalt betrogen. Und das auch noch mit seinem Chef. Paolo hält das nicht aus, packt seine sieben Sachen und verlässt Verlobte und Unternehmen. Doch wohin jetzt? Durch seinen chaotischen Freund Ciro gelangt er zu der Männerzeitschrift Macho Man. Als Wirtschaftsjournalist ist Paolo zwar nicht sonderlich angetan von dieser Alternative, und das Schreiben über Bauchmuskeln, Sport und Brustenthaarung sind nicht das, was er sich vorgestellt hat. Als er von seinem Chef auch noch den Auftrag bekommt über Verführungstechniken zu schreiben und dabei auch noch an einem Kurs teilzunehmen glaubt er am Gipfel der Peinlichkeit angekommen zu sein. Die Kursleiterin, die wunderschöne Italienerin Valeria, bringt dabei Männern die Kunst der Verführung bei.

Gleich vorneweg kann ich sagen: Das Buch war nicht mein Fall. Auf den 180 Seiten des Romans konnte, meiner Meinung nach, kein besonderer Handlungsverlauf hergestellt werden. Die Handlung war insgesamt sehr vorhersehbar und klischeehaft. Außerdem waren mir sämtliche Protagonisten nicht sonderlich sympathisch. Zudem waren sie sehr flach und stereotypisch beschrieben.
Die Kurse, in denen die Techniken des Anbaggerns gelehrt wurden, konnten mich allerdings gut unterhalten. Dennoch waren die meisten Stellen des Romans nichtssagend und vorhersehbar. Was ich wirklich schade fand, war das Ende. Ein einziger Abklatsch, der schon 1000 Mal zuvor da gewesen ist. Nichts neues, nichts berührendes, nichts aussagekräftiges.

Leider ist „Verliebt in sieben Stunden“ kein Roman in den ich mich verlieben konnte. Ich werde es wegen seiner flachen Handlung und den stereotypischen Charakteren wahrscheinlich ganz schnell wieder vergessen haben. Wirklich schade! Und zum Kommentar des Autors auf dem Buchrücken, der neapolitanische Nick Hornby sein zu wollen...Also dem kann ich leider nicht zustimmen. 


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