Freitag, 30. Oktober 2015

"Für alle Tage, die noch kommen" von Teresa Driscoll | Rezension

Es gibt Geschichten, die einem direkt ans Herz gehen. Solche, in denen man einfach immer weiterlesen möchte, weil man so verliebt und fasziniert von den Charakteren ist. Und genau so eine Geschichte ist "Für alle Tage, die noch kommen" von Teresa Driscoll für mich. 

Orig. "Recipes for Melissa" // Hardcover mit Schutzumschlag, 368 Seiten // ISBN: 978-3-426-65371-5 // € 16,99 [D] // Verlag: Droemer Knaur



"Für all die Tage, die noch kommen" hat mich schon auf den ersten Seiten zutiefst berührt. Selten war ich so schnell in das Geschehen eingebunden, wie in diesem Roman!

Als Melissa 25 Jahre alt wird, erhält sie e

in ganz besonderes Buch von dem Notar ihrer verstorbenen Mutter Eleanor. Nachdem Eleanor einen merkwürdigen Knoten in ihrer Brust findet ändert sich ihr Leben und das ihres Ehemannes Max und Tochter Melissa schlagartig. Aus Angst ignoriert sie den Knoten zunächst, doch als es nicht mehr zu vertuschen ist, geht sie zum Arzt und muss sich schnell der traurigen Gewissheit stellen, dass ihr die Zeit davon gelaufen ist. Um ihrer acht jährigen Tochter Melissa auch in späteren Jahren eine wichtige Stütze zu sein, schreibt sie alles was sie beschäftigt in einem Buch für Melissa nieder. Dort finden sich nicht nur Geschichten über ihre Krankheit, sondern auch ihre und Max Lieblingsrezepte und wichtige Lebensweisheiten, die sie ihrer Tochter unbedingt mit auf den Weg geben will. Als Melissa das Buch ihrer Mutter zum ersten Mal in der Hand hält geraten ihre Gefühle vollkommen durcheinander. Ihre Beziehung zu Sam läuft in letzter Zeit nicht besonders gut und auch die Beziehung zu ihrem Vater hat sich in den letzten Jahren immer mehr distanziert.

Die Handlung spielte mal im Jahre 1994, in dem wir Eleanor, Max und die achtjährige Melissa begleiten und Eleanor beim Schreiben des Buchs über die Schulter schauen. Emotional wird es aber auch in der Gegenwart, in der wir Melissas neues Leben und ihre Beziehung mit Sam miterleben. Mir hat besonders die Kombination aus Konfrontation mit der Vergangenheit und Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Leben gefallen und die Art und Weise, wie die Geschichten miteinander verschmelzen. 
In diesem Roman erlebt man eine emotionale Reise durch die Vergangenheit und die Gegenwart aus der Sichtweise von drei tollen Charakteren. Die Geschichte von Eleanors Krankheit und ihre Selbstvorwürfe, sich nicht früher untersuchen lassen zu haben, waren sehr emotional und sind wirklich unter die Haut gegangen. 

Fazit: Sehr gut!

1 Kommentar:

  1. Oh das klingt sehr spannend,merke ich mir. Ich habe auch soeben ein Buch ausgelesen, dass mich sehr fesselte. "Ein Riss im Himmel" -es geht um eine Beziehung,wo der Mann an Aids erkrankt. Ein nicht alltägliches Thema. Aber danach musste ich nun ein eher amüsantes Buch beginnen....
    Liebe Grüsse Alizeti

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